Online Warenwirtschaft

Online-Warenwirtschaft im Unternehmen

Unternehmen, die ihre Warenbestände und alle damit einhergehenden Arbeitsprozesse effektiv verwalten wollen, kommen an einer Online-Warenwirtschaft nicht vorbei. Denn die Warenwirtschaft online zu gestalten, spart jede Menge Zeit und vor allem personellen Aufwand. Um ihre wichtigen zeitlichen und auch finanziellen Ressourcen klug zu einzusetzen, würden noch viel mehr Firmen von ganz unterschiedlicher Größe auch in Zukunft sehr gern auf eine gut funktionierende und starke Warenwirtschaft-Software zurückgreifen. Die Lösungen, die dabei von großen und namhaften Entwicklungshäusern im Bereich Software angeboten werden, sind aber besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) nicht ganz unproblematisch. Meist ist die Softwarelösung im Umfang viel zu komplex, in der Benutzung nicht intuitiv genug und in der Anschaffung oft auch noch viel zu teuer.

Zwar sorgte die dynamische Ausbreitung beim E-Commerce in den letzten Jahren verstärkt dafür, dass sich immer mehr Software-Häuser auf die Entwicklung von speziellen Systemen für die Warenwirtschaft, nicht nur für Onlinehändler, ausgerichtet haben. Doch es gibt vor allem für KMUs Alternativen zu den kostspieligen Angeboten. Das sind kostenlose Basis-Versionen für die Online Warenwirtschaft.

Für Unternehmen im Handel unverzichtbar

Warenwirtschaftssysteme

Eine Online Warenwirtschaft zählte theoretisch vor allem für Unternehmen im Handel und im Handwerk zu den Bestandteilen der Firmen-EDV und ist deshalb beinahe schon unverzichtbar. Doch in der Praxis sieht es oft leider noch ganz anders aus. Es gibt immer noch viele Händler, die mehrere Tausend Aufträge im Monat haben und dennoch ihre Warenwirtschaft offline abwickeln. Daraus resultiert dann, dass viele Angestellte in dem betreffenden Unternehmen einzig und allein damit beschäftigt sind, Bestellungen von Kunden und Eingang und Ausgang von Waren auf alt hergebrachte Weise, also praktisch per Hand, zu verwalten. Solche Unternehmen müssen jedoch, um auch zukünftig im Wettbewerb mithalten zu können, dringend ihre Warenwirtschaft umstellen.

Online-Warenwirtschaft
1/1

Eine Warenwirtschaftslösung, die für den Nutzer kostenlos ist, ist OpenERP.

Im Gegenzug kann aber ein zu umfangreiches und eigentlich nur für große Firmen gedachtes Warenwirtschaftssystem einem mittleren Unternehmen mehr schaden als nutzen. Denn gerade die großen und umfangreichen Systeme müssen nicht nur von Mitarbeitern eines Unternehmens sicher beherrscht werden. Sie müssen von diesen auch gepflegt und auf dem neuesten Stand gehalten werden. Sonst macht in einer Firma Warenwirtschaft online gar keinen Sinn. Kleine Firmen erreichen mit übermäßig dimensionierten Systemen aber sehr schnell ihre Grenzen. Die Lösung ist hier eine maßvolle und vor allem angemessene Herangehensweise an die Materie der Online-Warenwirtschaft. Ein sicherer Vorschlag wäre etwa, mit einer vergleichsweise kleinen Lösung anzufangen und diese dann bei Bedarf in einer entsprechenden Weise auf- und auszubauen.

Lösungen im Open-Source-Bereich

Kostenfreie und quelloffene Lösungen bieten für kleine und mittlere Firmen den am wenigsten komplizierten Einstieg in die internetbasierte Warenwirtschaft. Ein kostenloses System ist zum Beispiel das JTL-Wawi vom Hersteller JTL Software. Es wurde speziell für diese Unternehmen entwickelt. Um selbst Geld zu verdienen wird das Basisprogramm vom Hersteller zwar ohne Kosten für den Nutzer angeboten, die ergänzenden Angebote, wie zum Beispiel der Support und die parallel arbeitende Lösung für einen Onlineshop-Lösung, sind später aber für die Anwender kostenpflichtig. Das Programm wirbt für sich mit der kurzen Einarbeitungszeit und der einfachen Bedienbarkeit. In JTL-Wawi ist bereits die Datenbank Microsoft SQL Express integriert. Das soll laut Entwickler garantieren, dass sich zusammen mit der Lösung auch Kunden, Aufträge oder Artikel in großer Zahl ohne Probleme verwalten lassen. Die Datenbank liegt auf dem Server des Händlers beziehungsweise auf dessen lokalem Rechner. Das ist ein großer Vorteil. Denn so ist auch im offline Modus der Zugriff gesichert. Außerdem hat das Programm auch noch vielfältige Möglichkeiten zur Anpassung bei Statistiken und Formularen und damit für eine Gratis-Lösung eigentlich einen sehr großen Umfang von Funktionen. Für den Anwender entstehen erst Kosten, wenn er das Warenwirtschaftssystem mit anderen und kostenpflichtigen Lösungen, wie etwa mit der POS-Lösung Luwosoft, erweitern will.

Kostenlose Versionen können kostenpflichtig erweitert werden

Eine andere Warenwirtschaftslösung, die für den Nutzer kostenlos ist, ist OpenERP. Das ist ebenfalls ein quelloffenes System. Dabei bekommt das entsprechende kleine oder mittlere Unternehmen, das sich für diese Variante entscheidet, aber bereits eine sehr umfangreiche Lösung. Um OpenERP einzuführen, muss sich die anwendende Firma nämlich bereits sehr gut mit dem System auskennen. Die Open Source Warenwirtschaftslösung umfasst unter anderem solche Bereiche wie Lagerhaltung, Einkauf, Stammdatenmanagement und Verkauf. Außerdem lässt sich OpenERP für das Projekt-, Dokumenten- und Kundenmanagement einsetzen und darüber hinaus auch für die Finanzbuchhaltung nutzen. In die Software eingeschlossen ist nicht zuletzt das Personalwesen. OpenERP wird in der Hauptsache von Unternehmen im Transportwesen, in der Fertigungsindustrie und der Lebensmittelindustrie eingesetzt.

Der Anbieter von OpenERP hat mit Lexware Warenwirtschaft pro außerdem noch eine eigenständige Warenwirtschaftslösung im Angebot. Das Programm verfügt über alle Basisfunktionen, die zu einem gut funktionierenden Warenwirtschaftssystem gehören. Eingebucht werden zum Beispiel können Rechnungen und zwar auch als sich regelmäßig wiederholende Abo-Aufträge. Es gibt einen Auftragsassistenten sowie eine Auftragsschnellerfassung. Enthalten sind Möglichkeiten der betriebswirtschaftlichen Auswertung sowie ein Business Cockpit inklusive einer Übersicht über sämtliche relevante Kennzahlen. Lexware Warenwirtschaft pro ist in der Lage, qualifizierte digitale Signaturen zu erstellen. Es kann an die Internet-Marke der deutschen Post angebunden werden. Standardmäßig wird diese Warenwirtschaftslösung als eine Client-/Server-Lösung für maximal drei Arbeitsplätze angeboten. Jederzeit ist auch eine Erweiterung um eine beliebige große Zahl von zusätzlichen Anzahl von Lizenzen möglich.

Mehr zum Thema