Förderprogramme für Existenzgründer

Fördermittel erleichtern Unternehmensstart

Angehende Unternehmer können Förderprogramme für Existenzgründer in Anspruch nehmen. Staatliche Banken und Behörden stellen Fördermittel bereit, damit der Anfang in der Selbstständigkeit erleichtert wird. Über das vielfältige Angebot können sich Gründer im Internet einen Überblick verschaffen. Art und Höhe der Förderung hängen davon ab, in welchem Bundesland der Existenzgründer arbeitet und wie seine persönliche sowie die Situation seines Unternehmens ist. Es gibt jedoch auch Förderprogramme, die deutschlandweit für alle Existenzgründer gelten.

Welche Fördermittel können deutschlandweit genutzt werden?

Selbstständig machen

Seit Januar 2016 wurden das Coaching für Existenzgründer auf eine neue Grundlage gestellt und verschiedene Förderprogramme zusammengefasst. Das neue Förderprogramm nennt sich „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatungen“ und wird aus dem Europäischen Sozialfonds sowie dem Bundeshaushalt finanziert. Die Fördermittel sind online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen. Das Förderprogramm steht nach der Existenzgründung für beratende Hilfestellung zur Verfügung. Auch Unternehmen, die eine wirtschaftliche Misere zu meistern haben, können Förderzuschüsse beantragen. Die Zulagen sind für Unternehmensberatung zu verwenden, sie stehen für Fragen der wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Unternehmensführung sowie die Unternehmenssicherung bereit. Ziel ist es, durch externes Know-how Existenzgründern nach dem Unternehmensstart zu helfen, die Wettbewerbsfähigkeit bestehender Unternehmen zu verbessern und Arbeitsplätze zu sichern.

Förderprogramme für Existenzgründer
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Angehende Unternehmer können Förderprogramme für Existenzgründer in Anspruch nehmen.

Was wird gefördert?

Beratung durch einen erfahrenen Praktiker ist am Anfang der Selbstständigkeit sehr wichtig. Die wenigsten Gründer wissen von Beginn an, worauf es ankommt. Gerade die ersten fünf Jahre nach der Existenzgründung entscheiden über Erfolg oder Misserfolg der Unternehmung. Branchenkenner können bei der Umsetzung des Businessplans, der Überarbeitung eines Marketingkonzepts oder bei der Vorbereitung von Finanzierungsgesprächen helfen. Professionelle Unterstützung ist ebenfalls sinnvoll, wenn das Eigenkapital nicht ausreicht, Absatzprobleme bestehen oder die laufenden Kosten gedrückt werden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch bei der Entscheidung, ob und wann expandiert wird, können sich Jungunternehmer Hilfe holen.

Wie wird gefördert?

Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Firmen. Gefördert werden maximal fünf Beratungstage bzw. für Unternehmen mit wirtschaftlichen Problemen Beratungszeit innerhalb von sechs Monaten durch einen qualifizierten Experten. Dieser muss beim Bundesamt seine Fachkenntnis und seine beratenden Fähigkeiten belegen. Die Beratungskosten für Freiberufler und Gewerbetreibende, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden, werden mit 90 Prozent bezuschusst. Bemessungsgrundlage sind 3.000 Euro Beratungsaufwand. Unternehmer, die noch nicht zwei Jahre selbstständig sind, bekommen von maximal 4.000 Euro Beratungskosten je nach Bundesland zwischen 50 und 80 Prozent der Kosten gefördert. Entscheidend ist der Firmenstandort. Ab dem dritten Jahr der Unternehmensgründung sind 50 bis 80 Prozent von höchstens 3.000 Euro Beratungsaufwendungen förderfähig.

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